Posts Tagged: Nordamerika

Kanada, der nächste folgt sogleich

Montreal (Schule/Sprache/Apartment/Vegetarisches Essen)
Toronto (Riesig/Viertel/Waterfron/Prohibition)
Niagara Fälle (Brumm/Lady Mist/Poutine)
Ganaque (Thousand Islands Bootfahrt/Salat)
Abreise (Prince Edward Island/Fazit)

Kanada, der erste Streich

1408871369_thumb.jpegNachdem es in den letzten Jahren eher in östliche Richtung auf Erkundungsreise ging, ging es diesmal in entgegen gesetzter Richtung nach Nordamerika. Kanada, um genau zu sein. Der Wunsch entstand einfach aus den über die Jahre kumulierten Gesichtern, die alle dieses verträumte Leuchten in den Augen bekamen, wenn Sie von Ihrem Urlaub dort sprachen. Ich glaube, dass wir nun auch dazu gehören.

Da es1408870817_thumb.jpeg ein derart großes Land ist, haben wir uns auf die Ostküste beschränkt. Mit Montreal als Zentrum sollte es in der ersten Woche in den Norden, in der
zweiten Woche in die Sprachschule und in der dritten schließlich bis zu den Niagarafällen runter gehen. Bewusst haben wir die Tagesfahrten kurz gehalten und so auch ruhige Wegpunkte als Lagerstätten genutzt. Ein Experiment war auch dabei: Zum ersten Mal haben wir unsere Unterkünfte zu einem Großteil bei Privatpersonen über AirBnB gebucht.
Zunächst ging es, um den Jetlag zu verarbeiten und uns an das Land zu gewöhnen, in die Wälder von Sacacomie. Ein wunderschönes Hotel, ganz aus Holz gebaut, mit Hanglage und direkt am Bergsee. Es war nicht nur wegen dem phänomenalem Frühstück der Himmel auf Erden. Jedoch, auch im Paradies gibt es Mücken. Wasser + Wald + milder Winter resultierte in einer uns bei unseren Wanderungen ständig durch den Wald folgenden summenden, blutsaugenden Wolke. Da kommen schon mal 13 Stiche zusammen. An einer Schulter! Aber auch das war ein lösbares Problem. Wir machten uns sogar auf (mit Trapper) die größeren Waldbewohner zu suchen. So begegneten wir einer ganzen Bärenschar. Und auch, wenn sich die Bieber zunächst zurückhielten, konnten wir sie beim fleißigen Deichbauen beobachten.
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Schweren Herzens fuhren wir weiter nach Quebec. Wir hatten uns auf einem Segelboot eingemietet, auf dem wir uns trotz kleinem Bettes sehr wohl gefühlt haben. Quebec stellte sich als wunderschön Altstadt heraus. Hinter jeder Ecke gab es was zu sehen; ob das kleine Gallien, alte Festungsanlagen oder Festavalbühnen waren. Festivalbühnen?! Ja, wie in fast ganz Kanada steppt zur Sommerzeit auch hier der Bär und wir konnten so zum Beispiel ganz umsonst in der Innenstadt Gogol Bordello sehen.
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Weiter ging es nach La Malaie . Eine sehr ruhiger Küstenort mit charmanter Atmosphäre. Wir hatten uns hier wegen der Nähe zu Tadoussac und den Walen nieder gelassen. Eben jene sollten wir dann auch bald zu Gesicht bekommen. Leider haben wir von dem Großen nur die Fontäne gesehen, aber von den kleineren Walen gab es tatsächlich zuhauf. Beeindruckende Tiere. Den nächsten Tag (Wer rastet, der rostet) fuhren wir dann zum Canyoning. Naiv wie ich war, dachte ich da eher an einen horizontalen “Canyon”. Als wir ein Schriftstück mit dem Satz “..willige ein, eine 50m hohe Wasserfallkaskade hinunter zu steigen.” unterschrieben, dämmerte mir langsam mein Fehler. Und so kam es dann auch. Schon, um in das Wasser zu kommen, müssten wir uns einen 4 Meter hohen Steilhang abseilen. Und das war erst der Anfang. Trotz meiner bis vor 2 Jahren noch sehr starken Höhenangst kam es mir aber nach dem ersten Fallenlassen gar nicht mehr all zu schlimm vor. Es herrschten eher Gefühle wie schön, erfrischend oder einfach nur TOLL!

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Und mit diesen Gefühlen im Bauch ging es weiter, zurück nach Montreal.