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Brüssel

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Der Himmel war bewölkt, es viel auch noch Ende März genügend Schnee vom Himmel um liegen zu bleiben und es war einfach saukalt.

So standen wir zum ersten Mal auf Brüssels Straßen. Unserer Freude, da zu sein, tat das trotzdem keinen Abbruch. Auf Brüssel waren wir aus verschiedenen Gründen gekommen. Ich konnte zum ersten Mal mein brüchiges Französisch in freier Wildbahn ausprobieren und die Stadt schien einiges an Kultur (Museen, Architektur, EU) und Spaß (Bier, Waffeln, Museen, Architektur, EU) bieten zu können.

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Als erstes verschlug es uns in die Museen der Stadt. Brüssel hat hier echt einiges zu bieten. So konnten wir uns im zentralen Museum eine riesige Ausstellung mit Mittelalter Malereien von Bosch bis Rembrandt anschauen (Vorsicht, ganz schön blutig). Direkt gegenüber gab es die letzten 20 Jahre von Neo Rauch zu bestaunen (Vorsicht, ganz schön verstörend). Es ist echt beeindruckend, wie hier Kultur Haus an Haus lebt. Vielleicht nicht jedermann’s Sache, aber auf jeden Fall ist für jeden was dabei.
Auch Architektonisch hat die Stadt einiges zu bieten. Art Nouveau ist in vielen Gebäuden teilweise, in manchen noch komplett zu bestaunen. Im Victor Horta Museum konnten wir eine wilde Materialkombination von Kupfer, Ziegel, Holz und Glas bestaunen, die jedoch immer wohnlich aussah.

Dann war das Herz der EU dran. Gerade als wir da waren ist die Zypern Krise besonders hoch gekocht und hinter jedem Riss in dem Mauerwerk steckte eine gewisse Symbolik. Trotzdem war es schön in den Besucherzentren. Es ist einfach unglaublich, die Informationsprospekte mal auf allen europäischen Sprachen ausgedruckt dort liegen zu sehen. Da wird einem erst mal bewusst, wie viel diese Staaten gemein, aber auch verschieden haben. Besonders der Besuch im recht neuen Parlamentarium ist zu empfehlen. Sehr interaktiv macht man dort die Geschichte und die Prozesse innerhalb der jetzigen EU mit.

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Aber keine Reise wäre komplett, ohne mal die Küche begutachtet zu haben. Hier konnte ich gleich mehrere Punkte abhaken. Zum ersten Mal von einem Belgier über’s Ohr gehauen? Check, die Sahne auf der Waffel hat 4€ zusätzlich gemacht. Belgische Waffel gegessen? Check, und auch noch den ganzen Tag etwas davon gehabt. Es war, als wäre ein brennender Kalorienball meine Speiseröhre runter gekrochen und hätte mich den ganzen Tag warm gehalten. Ich weiß nicht, ob ich das empfehlen würde, aber es war definitiv ein Erlebnis.

Auch das Bier wurde probiert. Mir gefällt die große Auswahl in den Bars hier. Durch die vielen Flaschenbiere kann man sich auch mal ausgiebig ausprobieren. Ein lustiger Abend und eine Bierverkostung in einem. Was will man mehr?

Etwas chaotisch war dann unsere Rückreise. Wir kamen gerade aus dem EU Viertel, nur um festzustellen, dass unsere Zimmerkarte nicht mehr zu funktionieren schien. An der Rezeption hatte man sich schon gewundert, weil wir nur bis zu diesem Tage gebucht hatten. Ein schneller Blick in den Kalender ließ dann die schlimmste Befürchtung wahr werden. Der Zug war auch schon für heute gebucht und das nur 25 Minuten nach dieser Information. Der schnellste Check Out, den ich jemals hinter mich gebracht hatte. Aber es ging noch einmal alles gut. Wir merken uns: Nicht nur die Abfahrtzeiten, sondern auch die Tage noch mal checken

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