Archive for the ‘Reisen’ Category

Reisen Lauf, Tim, Lauf!

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Es ist passiert, ich bin die vollen 42,125 KM gelaufen.

Aber zunächst von vorne. Ich hatte mich im eingemietet. Schon fast zu zentral, denn es war nur 15 Meter vom Bahnhof entfernt, was die Parkplatzsuche schwierig gestaltete. Aber davon ab ein super Hostel. Die Räume einfach, aber ausreichend, die Leute, die dort arbeiteten waren wirklich sehr nett und auch das Publikum war ein bunt gemischter Haufen. Dazu gab es noch so tolle Sachen wie eine “Pasta Party”, bei der vom Hostel aus alle Nudelgerichte umsonst ausgegeben wurden. Sowieso war die Stadt viel schöner, als ich sie in Erinnerung hatte. Inzwischen war die Ziel (auch Einkaufsstraße) wieder zu und auch sonst wirkte alles einfach netter.

Am nächsten Morgen bin ich früh aufgestanden und auch direkt zum Startpunkt hin. Da auch dieser direkt in der Innenstadt war, kein großes Problem. Was mir besonders an der ganzen Organisation dort gefallen hat war die Herzlichkeit der Leute. Als ich bei einer Frau nachfragte, wo man einen Apfel kaufen könne, zog sie nur einen Joghurt aus ihrem Rucksack und entschuldigte sich noch dafür, dass es kein Apfel war. Zu diesem Zeitpunkt kamen auch meine Eltern, die mich während des Laufes unterstützen wollten. Dafür sind sie schon in den frühesten Morgenstunden in Herne losgefahren. Ohne den Zuspruch hätte ich es auch nicht geschafft.

Da es mein erster Marathon war, musste ich aus den hintersten Plätzen starten. Ich stand mit einem interessanten Grüppchen dort. Man meint nicht, wie viele ältere Menschen mit diesem Sport anfangen. Teilweise waren die Leute jenseits der 60. Da ich so weit hinten war, dauerte es auch 15 Minuten von Startschuss bis zum Überqueren der Startlinie. Atemberaubend, wie viele Leute dort stehen und einem zujubeln. Allein dafür lohnt sich die Teilnahme. Von den Endorphinen getragen machte ich den absoluten Anfängerfehler und startete zu schnell. Ich habe zwar das Tempo später wieder zurückgefahren, aber ich merkte doch den ganzen Lauf über, dass manche Energiereserve nicht mehr da war. Bei Kilometer 31 hat dann auch noch mein Bein gekrampft. Aufgeben war aber keine Option mehr und so schleppte ich mich durch die Straßen. Man meint gar nicht, wie sehr einen dann die Leute unterstützen. Ich war für jeden Zuruf dankbar. Am Ende kamen dann noch einmal die Glückshormone zum Vorschein. Teil der Gedanke, dass die Schmerzen gleich aufhören, teils der Gedanke, die große Leistung geschafft zu haben, haben mich über die Ziellinie getragen. Ich war noch nie so Dankbar, einen Teller Suppe zu bekommen.

Welche Lehre ziehen wir daraus? War es schmerzhaft? Ja, die Schmerzen waren schlimmer, als vorgestellt. War es schön? Auf alle Fälle! Die Eindrücke werde ich wohl nie vergessen und es macht mich ein bisschen stolz, auf die Landkarte zugucken und dort sehen zu können, was ich da abgelaufen habe. Der nächste ist schon in Planung.

Wer den Einlauf sehen will, hier ist der Link

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Reisen Mein Wochenende in Wien

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StudentenprotesteLetztes Wochenende habe ich meine Verwandtschaft in Wien (und Umgebung) besucht. Den Besuch hatte ich mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen, kam aber leider zwischen der Uni und den ganzen Praktika nicht dazu. Schade, denn ich könnte schon wieder hin.

Ich kam am Freitag in Wien an. Da die ganze Verwandtschaft arbeiten musste, war es erstmal an mir, Wien allein zu erkunden. Ich habe den Morgen für einen kleinen Spaziergang reserviert, auf dem ich mich natürlich gleich hoffnungslos verlaufen habe (Ich war sogar einmal dort, wo die U-Bahnen und die Dummen, die die Endstation vergessen, gelagert werden). Aber umso besser, so sieht man wenigstens das echte Wien. Und das ist wunderschön. Die Bauten sehen alle unheimlich schön aus und es gibt viele Säulen. Anders als in Washington wirken die Gebäude dazu aber sehr organisch und man kann sich wirklich sehr gut vorstellen, wie damals der Kaiser durch die Straße gezogen ist. Auf meiner Odyssee habe ich auch was von den sehr heftigen Studentenprotesten dort mitbekommen. Sämtliche Universitätsgebäude sind mit Bannern versehen, auf denen sich die Studenten Luft machen.

Meine erste “richtige” Sehenswürdigkeit war der Stephansdom. Ein sehr schöner Dom, der mitten imStephansdom Zentrum von Wien steht. Für mich war er aber wegen seiner Katakomben so interessant. Hier gab es den neuen Teil, der für “Höhere” bestimmt war, und den alten, in dem die normale Bevölkerung ihre letzte Ruhe fand. Im ersten Teil waren z.B. die Habsburger, ein sehr mächtiges Adelsgeschlecht, begraben. Da diesen aber ein einzelnen Begräbnis nicht reichte, hat man für jeden gleich drei abgehalten. Eines für den Körper, eines für das Herz, eines für die anderen inneren Organe, jedes in einer anderen Kirche. So stand ich dann zwischen vielen Gefäßen, die ein wenig an Einmachgläser erinnerten und die inneren Organe enthielten. Ein komisches Gefühl. Im alten Teil war sehr interessant zu sehen, wie früher bestattet wurde. Hier gab es nämlich nur Massengräber, die teilweise auch komplett für Pestopfer reserviert wurden. War dieser Teil der Katakomben voll, hatte man auch keine Skrupel, die Gebeine einfach platzsparender einzulagern um Platz zu schaffen. In Summe alles sehr makaber, aber definitiv sehenswert.

Als großer Fan der UNO konnte ich es mir ja nicht nehmen lassen, eines ihrer größten Büros zu besuchen. Dieses steht in der so genannten UNO City (natürlich in Wien). Hier ist zum Beispiel die UNO Behörde, die sich für den friedlichen Einsatz von Atomkraft einsetzt lokalisiert. UNO-GebäudeWo wurde damals der nordkoreanische Atomtest detektiert? Nicht in einer abgelegenen Forschungsstation, sondern genau hier. Ich wollte natürlich alles besichtigen. Nachdem ich meinen Besucherausweis in der Hand hielt kam ich mit einer aus Washington geschickten Studentengruppe ins Gespräch. Sie studierten alle Politik und wurden in 10 Tagen durch ganz Europa geschickt. Ich malte mir aus, dass deren Führung bestimmt interessanter werden würde und ging einfach mit. Das Innere war dann auch wirklich beeindruckend. Natürlich alles im Stil der 70er, aber man muss sich ja auch dazu denken, was hier alles getan wird und welche verschiedenen Positionen es hier schaffen, relativ friedlich unter einem Dach zu arbeiten. Und das zu einer sensationellen Miete von 1 Schilling im Jahr! Eindeutige Höhepunkte der Reise waren der Friedensnobelpreis, der an einer Wand hing (ich war ihm soo nah), und das Stück Mond, dass die NASA als Geschenk gegeben hat. Schon beeindruckend, wenn man sich vorstellt, was es für eine Reise hinter sich hat. Ein Hoch auf die Ingenieure ;)

KroneDie Nationalbibliothek und die Schatzkammer kamen noch zum Schluss. Der Prunksaal der Bibliothek war sehr schön und geräumig, war aber trotzdem nicht so eindrucksvoll wie der der Anna Amalia Bibliothek. Man merkte, dass diese Bücher nicht mehr genutzt wurden. Die Schatzkammer war beeindruckend. Schon allein wegen der Reliquien. Ein Nagel vom Kreuz, eine Dorne der Dornenkrone, ein Stück Holz vom Kreuz und sogar die Lanze, mit der Jesus erstochen wurde, waren hier zu finden. Wie hat mal jemand gesagt? “Wenn alle Reliquien wahr wären, wäre Jesus an einem ganzen Wald gekreuzigt worden.”

Der Besuch bei der Familie war sehr schön. Ich kam bei meinem Großcousin unter und der hat wirklich eine sehr nette Familie. Sein Sohn war sogar so nett und hat mir sein Zimmer überlassen. So haben wir am Samstag dann auch den Rest, der am Rax lokalisiert war, besucht. Ich habe mich echt gefreut, alle mal wieder zu sehen. Nicht zu letzt wegen der exzellenten Kochkünste ;)Rax

Am Abend ging es dann für mich wieder zurück nach Wien. Dort wurden das Museumsquatier, in dem der erste Punschverkauf aufgemacht hat, und ein paar Bars näher inspiziert. Könnt ihr folgende Liste vervollständigen: Tocotronic, WIZO, Rocko Schmony und …. Ich! Ich hatte mich in der Seite im Reiseführer verschlagen und bin so im Fürstenhof gelandet, was eben diese (und noch viele andere) illustre Persönlichkeiten beherbergt hat. Wirklich nette Mitarbeiter, schöne Zimmer, zentrale Lage und einen fairer Preis, eine klare Empfehlung von mir.

Am nächsten Tag wurde noch der Nationalfriedhof besichtigt. Angeblich sind dort mehr Leute bestattet, als Wien Einwohner hat. Einige von ihnen Falco, Beethoven und Strauß. Wirklich sehr schön und ein würdiger Abschluss für meine Reise. Wien, ich komm bald wieder!

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Reisen Thailand die Dritte

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Zum Abschluss unserer Reise ging es nach Koh Tao.

Der Name bedeutet Schildkröteninseln und stammt daher, dass früher viele Schildkröten auf dieser Insel gebrütet haben. Sie hat aber noch eine unrühmlichere Historie. Früher war es eine Gefängnisinsel und viele der heutigen Bewohnen stammen von eben diesen Gefangenen ab.

Hier ging es eher lässig zu, aber trotzdem ein paar Höhepunkte:

  • Sonne, Strand und MeerP1070480.JPG
    Ich bin, was Strände angeht, versaut für das ganze Leben. Nicht mal, weil der Sand so weiß und fein war. Aber man liegt dort am Strand und schaut auf palmenbesäumte Hänge. Abends spielen Leute mit Feuerbällen am Strand. Die Strandbars sind auch ganz weit vorne. Und von dem Wasser braucht man gar nicht zu reden (Tue ich trotzdem gleich).
  • Tauchen
    Koh Tao ist für seine Tauchmöglichkeiten weltberühmt. Man geht bis zu den Knien ins Wasser und schon kommen Papagaienfische an. Wenn man unter Wasser 10 Meter weit gucken kann, ist dies schlecht. Ich hatte sogar besonderes Glück. Spontan entschloss ich mich, doch mal nur so zum Spaß tauchen zu gehen. Schon als wir auf das Boot stiegen kam der Funkspruch. Wahlhai gesichtet. Walhaie sind die größten Fische der Welt (Bis zu gut 5 Metern) und auch hier recht selten. Als wir unter Wasser waren, ging auch erst mal alles normal von statten. Wir haben ein bisschen den Tauchgrund erkundet, der natürlich auch für sich sehr schön war. Walhaie sind halt auch Tiere und daher halten sie nicht viel von Verabredungen. Auf einmal bimmelte aber meine Tauchführerin wie verrückt und da kam er. RIESIG! Und dabei schwebte er majestätisch durch das Wasser. Wirklich wunderschöne Tiere. Da sie so groß sind, müssen sie sich ja um Jäger keine besonderen Gedanken machen und so waren wir ihm auch herzlich egal. WIr konnten neben ihm her tauchen, bis die Flaschen leer waren.
  • BungalowsP1070719.JPG
    Das mag jetzt ein wenig schräg klingen, Bungalows als Höhepunkt des Urlaubs zu beschreiben, aber die waren auch cool. Wir hatte einen Strandbungalow direkt am Meer. Vor einem anderen hing stilecht die Hängematte. Ich kann diese Art, Urlaub zu machen echt vor Hotelzimmern empfehlen, hat mir gut gefallen.

Und damit war unsere Zeit in Thailand auch schon vorbei. Ich hatte mich ja erst auf einen eher mäßigen Urlaub eingestellt, wurde dann jedoch sehr positiv überrascht. Nicht zuletzt wegen meiner Reisegruppe. Thailand wird mich wieder sehen.P1070470.JPG    vlcsnap-7282386.png P1070600.JPG

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Reisen Thailand die Zweite

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Heute ist Bangkok dran.

Eigentlich habe ich Bangkok dreimal erlebt. Als wir kamen, als ich meine Eltern abgesetzt habe und als ich wieder zurück nach Deutschland flog. Aber um ehrlich zu sein, kann man Bangkok ganz gut zusammen fassen. Es ist eine sehr lebhafte asiatische Stadt. Nicht so sauber wie die japanischen Städte, nicht so dreckig wie die chinesischen.

Höhepunkte waren hier

  • TukTuk fahren
    in Thailand gibt es Dreiräder, so genannte TukTuk, die die Aufgabe von Taxis übernehmen. Zwar wollen einen die meisten TukTuk Fahrer übelst über den Tisch ziehen, aber es ist trotzdem ein Riesenspaß. Auch ein gutes Mittel, den chaotischen Verkehr dort aus nächster Nähe anzusehen. Ein bisschen wie Achterbahn fahren mit der realen Gefahr, einen Unfall zu bauen.
  • Grand PalaceP1060613.JPG
    Ich dachte ja, dass ich nach meinem Japanaufenthalt genug Tempel für zwei Leben gesehen habe. Falsch gedacht! Bei dem Besuch dieser Tempelanlagen hat es mir doch fast die Sprach verschlagen. Die Tempelanlage des Smaragdbuddhas (heißt so, ist aber aus Jade) enthält zum Beispiel eine riesige Spitze, die mit gold beschlagen ist. Natürlich schon so bunt und geschmückt alles, dass es schon fast kitsch ist, aber hier hat es gepasst. Auch sehenswert war das benachbarte Wat Arun, dass in einem sehr viel erdigeren Stil angelegt war. Hier konnte man sogar die Spitze besteigen. Allerdings wurden die Treppen so steil, dass es eher an eine Bergbesteigung erinnerte und nicht wenige Besucher beim Abstieg den Angstschweiß auf der Stirn hatten.
  • ChinatownCIMG1739.JPG
    Das chinesische Viertel von Bangkok war ein brodelnder See voll Leben. An jeder Ecke wurde Ware feil geboten und es gab unzählige Straßenstände mit Essen. hier habe ich auch meine Durian gefunden. Diese Frucht soll so schlimm stinken, dass sie in den meisten Hotels und U-Bahn Stationen verboten ist. Lecker sollte sie aber auch sein. Ich fand sie gar nicht so ekelig. Das Fruchtfleisch schmeckte ein bisschen nach Mangojoghurt. Sehr lecker.
  • WochenendmarktP1060527.JPG
    Ein komplettes Stadtviertel wird zum Marktplatz. Über 3000 Stände. Es wird zwar oft das selbe angeboten, aber es ist doch interessant. Man sollte allerdings immer Handeln. Zum Teil gingen die Verkäufer um 60% mit dem Preis runter!

Alles in allem war Bangkok eine sehr unterhaltsame Stadt. Man kann viele Dinge tun und es gibt auch einige schöne Ecken. Schöne Ecken gab es allerdings auch auf unserer nächsten Station: Koh Tao.

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Reisen Thailand die Erste

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Wie einige ja bereits wissen, habe ich die letzten 4 Wochen im schönem Thailand verbracht. Das Fernweh hat mich mal wieder geplagt und es hat mich nach Asien gezogen. Mit dem Argument “Sonne, Strand und Meer” konnte ich sogar Mitreisende für die Idee gewinnen.

Da ich diese Seitenlangen Blog-Reiseberichte nicht mag, werde ich drei Einträge schreiben, die sich an den drei “Stützpunkten” unserer Reise (Chiang Mai, Bangkok und Koh Tao) orientieren.

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Direkt zu Anfang hat es uns nach Chiang Mai gezogen. Ich könnte zwar nicht meinen Finger auf das “Warum?” legen, aber jeder, der schon mal da war, meinte, es wäre einfach nur schön. Jetzt gehöre ich auch zu dieser Gruppe. Es ist billiger als Bangkok, ein bisschen ländlicher, kühler (ein großes Plus) und die Menschen sind zu den sehr netten Thais noch mal eine Portion freundlicher (jedenfalls die, mit denen ich Kontakt hatte).

Was waren also die Highlights?

  • Sokran
    Das thailändische Neujahrsfest ist eine ganz besondere Sache. Wo andere Kulturen das neue Jahr eher mich Krach und Feuer begehen, wird hier Wasser verwendet. Es gab also eine dreitägige Wasserschlacht. Da es in den heißesten Monat fällt (40° sind leider keine Seltenheit), eine angenehme Abwechselung. Übrigens nicht nur eine Sache für die Kinder. Panzer gleich ziehen die Pick Ups durch die Straßen und machen alles nass, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Mehrmals kam so eine nett lächelnde Omi auf mich zu, nur um über meinem Kopf einen vollen Einer Wasser zu entleeren :)
  • KlösterP1060889.JPG
    Meinen Faible für Klöster konnte ich natürlich auch befriedigen. Woe ich nicht mal einen besonders schönen ausmachen könnte, war es doch interessant. So hatten zum Beispiel mehrere Klöster Mönche abbestellt, um sich mit den Touristen zu unterhalten. Meist Studenten der englischen Sprach, damit diese dann auch noch was dazulernen. Ich hatte ja befürchtet, dass das so eine “Buddhismus ist toll und macht doch alle mit” Sache werden würde, aber ich habe mich mit einem sehr interessantem Typen unterhalten, der nicht Mönch auf Lebenszeit ist, als Barkeeper gearbeitet hat und später zur Polizei gehen wollte. er hat auch recht neutral über das Klosterleben gesprochen und man hat viele interessante Dinge erfahren (zum Beispiel, dass es auch für Mönche Urlaub gibt).
  • Massage im Frauengefängnis
    In Chiang Mai gibt es ein Frauengefängnis. In diesem (oder besser daneben) gibt es einen Shop, in dem in dem Gefängnis hergestellte Waren angeboten werden und in dem auch ein kleiner Massagesalon ist. Nach dem Gefängnisaufenthalt wird den Insassen das verdiente Geld dann ausgezahlt. Da ich so oder so mal eine Thai Mass age machen wollte, habe ich mich auch durchkneten lassen. Meine Massouse war so garnicht, wie man sich einen Knacki vorstellen würde. keinen Bullermann, der einen in zwei brechen könnte, sondern eher eine zierliche Person. Aber ich hätte sie nicht unterschätzen sollen. Thai Massage zielt weniger auf Entspannung, als auf Muskellockerung ab. Viele Griffe haben mich an Dehnübungen beim Sport erinnert. Höhepunkt war, als ich meine Hände hinterm Kopf verschränken sollte und ich ohne Vorwarnung auf einmal ihre Beine im Kreuz gespürt habe und einen Meter in die Luft befördert wurde. Auch, wenn sich das beängstigend anhört, eine sehr zu empfehlende Sache.
  • Elefanten reitenP1060953.JPG
    In den Bergen um Chiang Mai gibt es viele Teakbäume. Da die Berge für Autos etc. schwer zugänglich sind, werde auch heute noch Elefanten für den Transport des Holzes benutzt. Wir waren dann auch auf einer Elefante Farm. Zwar ein bisschen touristisch, aber noch nicht so, dass es unangenehm wurde und man hatte wenigstens den Eindruck, dass es den Tieren dort gut ging. So ein Elefant ist eine echt imposante Erscheinung. Ich möchte auch so eine Greifnase haben. hier noch ein Hinweis, den man nicht so oft hört: Wenn ein Elefant seinen Rüssel nach euch ausstreckt sollte euch bewusst sein, dass so eine Nase auch ganz schön schnodderig sein kann.

Wir haben natürlich auch noch mehr gemacht. Eine Orchideenfarm besucht, mit dem Roller durch die Gegend gefahren, ein riesiges Tischaufgebot an thailändischem Essen gegessen und vieles mehr. Dann hieß es allerdings Bye,Bye Chiang Mai und wir mussten wieder nach Bangkok. Zwar keine sehr schöne Stadt, aber auf jeden Falla auch erlebnisreich, wie ihr bald hier lesen könnt.

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Reisen Thailand, ich komme

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Für die, die es noch nicht wissen: Ich bin dann mal weg.

Freitag geht mein Flieger nach Thailand, wo ich dann gute 3 Wochen durch’s Land ziehen werde. Erst geht es in den Norden, dann in die Region um Bangkok, dann auf die Inseln um Kho Samui.

Falls ich kann, werde ich mich von unterwegs mal melden, sonst werdet ihr einfach Anfang Mai mit meinen Reisebericht bombardiert ;)

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Reisen Hamburg

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Am Wochenende war ich in Hamburg und ich muss sagen, dass das ja mal wirklich eine schöne Stadt ist. Wir (Ich und mein Vater) waren über das Wochenende kurzentschlossen gefahren (die Entscheidung fiel um 9 Uhr morgens).

Da wir erst am Nachmittag ankamen, hatten wir nicht mehr sehr viel frei verplanbare Zeit. Also schnell in das P1060343.JPG“Miniaturwunderland”. Bekannt aus Film und Presse war ich gar nicht so scharf daraus, da ich nicht so auf Modelleisenbahnen stehe. Aber das war wirklich schön. Eigentlich geht es gar nicht so sehr um Modelleisenbahnen, sondern um die Welt, die die Modellbauer da erschaffen haben. Und sie haben wunderbar schrullige Ideen eingearbeitet, die man so gar nicht von einer biederen Modelleisenbahnwelt erwarten würde. So hat sich ein genauerer Blick immer gelohnt.

Abends haben wir dann Bekannte getroffen und sind am nächsten Morgen zum Fischmarkt gefahren. Für alle, die noch nie da waren, eine Erklärung: Der Fischmarkt, der allein schon eine Besichtigung wert ist, hat eine Fischmarkthalle angeschlossen. In dieser spielen Live Bands und sammeln so alle übrig gebliebenen vom letzten Tage auf und alle nue dazugekommenen. Wirklich eine illustre Runde.

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Reisen Wochenende

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Über das Wochenende waren die Jungs zu Besuch. Ich gehe zur Beschreibung mal chronologisch vor.

Freitag Abend sind die Jungs gekommen. Wir sind dann mit dem Freund aus dem Wohnheim weg, da er am Samstag auszog und wir Abschied feiern wollten.

200811112202.jpg Aber wo? Mit wurde eine Kneipe mit dem Namen “Zur Stute” empfohlen. Als wir rein kamen, wussten wir auch sofort, woher der Name kam. In der 50 qm Kneipe war ein (komplettes) ausgestopftes Pferd untergebracht, dass auch erst mal wieherte, als wir rein kamen. Die Leute dort waren alle eher von der älteren Brigade außer zwei Ausnahmen, zu denen wir uns dann auch erst mal gesessen haben. Man kam schnell ins Gespräch und es kam heraus, dass uns da zwei Banker gegenüber saßen. Er von der KfW, Sie von der ProKredit, die Kleinstkredite an Leute in armen Ländern vergeben (übrigens ein ganz interessantes Konzept. Lest es mal nach (Wikipedia)). Da in der Kneipe nix mehr los war, wurden wir von den beiden nach Sachsenhausen geschickt. Sachsenhausen ist so, wie man es sich vorstellt. Viele Kneipen, viel Gegröle und an dem Abend besonders viel Polizei. an jeder Ecke waren mindestens zwei Wachmänner. Die waren zu uns aber sehr nett und so sind wir dann in den frühen Morgenstunden ungehindert nach hause gekommen.

Samstag hieß es dann Sightseeing! Nachdem wir ausgeschlafen hatten (11 Uhr) ging es per Bahn nach Frankfurt. Nachdem wir uns durch Rotlicht- und Bankenviertel geschlagen hatten, sind wir durch die wahre Innenstadt, die ich ja auch noch nicht soo oft besucht hatte (Rotlich- und Bankenviertel übrigens auch nicht). Durch das altbewährte System “Wir schauen uns mal einfach um” haben wir dann auch ganz neue Seiten an frankfurt ausgemacht. So war hier z.B. die erste deutsche Nationalversammlung. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, und mich hinters Rednerpult gestellt. Hauptsache wichtig fühlen ;)

200811112203.jpgDann ging es noch zur Kleinmarkthalle. Jetzt kann ich verstehen, warum sich die Frankfurter so angestellt haben, als man sie abreißen wollte. Über und über Lebensmittelangebote wie auf dem tollsten Markt. Probieren darf man natürlich auch. Wir haben dann unser Mittagessen auf dem “richtigen” Markt zu uns genommen, wo ich zum ersten Mal “Handkäse mit Musik” gegessen habe. Und ich kann euch sagen, dass er seinen Namen zu recht hat. Danach ging es zum Fußball gucken in eine kleine Kneipe, in der man direkt die zweite kulinarische “Sight” in Frankfurt probieren konnte: “Apfelwein”. mir beschrieben wie eine Mischung aus Cidre und Essig, hätte ich allerdings schlimmeres erwartet. Zwar nicht mein Geschmack, aber trotzdem erträglich. Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Schwenker zur Börse gemacht, denn was wäre Frankfurt ohne seine Börse?
Abends ging es nach langem Suchen in die “Sinkkiste”. Was leider nicht der Internetseite zu entnehmen war, war, dass da teilweise schon Leute mit weißen Haaren auf der Tanzfläche standen. Nichtsdestotrotz war es aber trotzdem schön und es haben sich auch ein paar Junge dahin verirrt.

Sonntag ging es dann nach dem Aufstehen zum “Waldgeist zur eisernen Hand”. Kennt jemand Jumbo von RTL II? Das ist so ein Laden. Als wir ankamen, war ich jedoch überrascht. Obwohl ich mir das mal aus Spaß angucken wollte, hatte ich eine große, ungemütliche Bahnhofshalle mit vor sich hin fressenden, dicken Assis erwartet. Dem war nicht so. Bahnhofshalle war zwar war, da das Restaurant in einem alten Bahnhof untergebracht ist, aber es war wirklich nett aufgemacht. Viele Familien waren da und auch die übermäßig dicken Menschen ließen auf sich warten. Die Kellner waren alle sehr nett. Nur bei dem Essen hatte man keine Chance. Wo man in männlichen Übermut noch sagte “Ich nehme dsa Schnitzel vom ganzen Schwein” konnte man doch nicht ahnen, dass es sich um drei übergroße Schnitzel handelt. Die waren aber sehr lecker und es war Gott sei Dank auch kein Problem, sich was mitzunehmen.

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