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Wir sind dann mal weg (Die Dritte)

Da waren wir also in Santiago de Compostella, dem Ziel unserer Reise.

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Glücklich und zufrieden haben wir erst einmal die Stadt unsicher gemacht.
Es gibt zwar viele Touristen dort, aber die Bilder, die uns durch die Menschenmassen auf dem letzten Wegstück vor Augen waren, trafen nicht zu. Ich habe keine Ahnung, wo sich die Menschenmassen versteckt haben, in der Innenstadt war es auf jeden Fall angenehm leer.
Die Stadt ist durch drei Dinge geprägt: Die Kathedrale, die wunderschöne Altstadt und die Universität, die zu einem sehr jungen Menschenschnitt auf der Straße führt. Stellt euch Münster in größer und bei besserem Wetter vor.

Beim Abholen der offiziellen Pilgerurkunde haben wir uns aus Gewohnheit an die nicht englisch sprechende Bevölkerung in Nordspanien wieder mit Händen und Füßen bestätigt. Als dann (natürlich nach der Abhandlung der wichtigsten Fragen) der Blick der Angestellten auf unser Land viel, kam aber direkt ein “Ach, Ihr kommt aus Herne?! Ich hab’ ganz lang in Bochum gewohnt!”. Die Welt ist ein Dorf. Und so haben wir beim Belohnungseis am Nachmittag auch noch zwei Mitwanderer getroffen, die wir eigentlich unterwegs verloren geglaubt haben.

Wir haben dann mit unserer Weiterfahrt nach Vigo auf den nächsten Nachmittag verschoben, denn ich wollte noch den Pilgergottesdienst mitmachen. Das war allerdings ein Kulturschock. Ein Stunde Spanisch und man verstand nichts. Highlight hier war aber dennoch das Weihrauchschwenken, was mit einem riesigem Gefäß an einem mindestens 30 Meter langen Seil quer durch die Kirche geschleudert wurde. Nicht durch einen Mechanismus, sondern durch 5 Mönche. Wenn die losgelassen hätten…

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Vigo haben wir hauptsächlich angesteuert, um auf den Ilies Cies noch ein wenig Badeurlaub zu machen. Es war eine schöne mittelgroße Küstenstadt mit einer Promenade, angenehmen Fußgängerzone und natürlich den sehr, sehr schönen Ilies Cies. Diese waren wirklich schön. Zwei Inseln, die nur durch einen feinen Sandstrand verbunden waren. Leider hatten wir die Baderechnung ohne den Atlantik gemacht. Das Wasser war wirklich saukalt. Nach einer Weile war es aber sehr unterhaltsam, die Spanier zu sehen, die auch verzweifelt an der Wassergrenze standen, aber dann doch nicht rein wollten.

 

Vigo wurde für uns auch noch durch ganz großes Shopping und Tapasessen ausgemacht. Es waren schöne, letzte Tage einen wundervollen Urlaubs. Auch wenn er anstrengend anfing, war es einer der lohnendsten Urlaube, die ich je gemacht habe. Auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die Lust drauf haben!