Und wir fahren auf dem Meer, auf dem Meer…

So, da bin ich wieder.

Nachdem ich meine Diplomarbeit abgegeben und nun mit dem Studium fertig bin, habe ich noch einmal eine Reise angetreten, bevor mich der “Ernst des Lebens” einholt. Es ging zunächst nach Florida und von da aus mit dem Schiff weiter in die Karibik. Hört sich gut an, ne?

Unser Startpunkt war also Miami. Wir sind im Days Inn Miami Beach eingekommen, das ich echt empfehlen kann. Natürlich schon etwas heruntergekommen ist sein Preis doch gerade mal ein Drittel von dem, was die anderen Hotels auf der Meile zu bieten haben.
Dazu liegt es am Strand und die Zimmer sind sauber. Die ersten Tage sind wir derart hin und her gejagt, dass uns gar nicht auffiel, dass es uns mitten ins Art Deco Viertel verschlagen hat. Anfang des 20. Jahrhunderts war hier noch alles Kokusnussplantage gewesen, was ein Hurricane aber geändert hat. Die Neubauten wurden dann allesamt im gerade angesagten Baustil, halt Art Deco, gebaut. Wie ich finde wunderschön. Die anderen Ecken der Stadt haben wir natürlich auch mitgemacht. Interessant war noch little Cuba, in dem man echt das Gefühl hat, ein anderes Land zu betreten. Auf derselben Stadtrundfahrt haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen, die Häuser der schönen und reichen zu bestaunen. Wie ich finde haben diese allerdings eine komische Standortwahl getroffen, denn die Aussicht der meisten ist auf den Industriehafen der Stadt. Das schönste in Miami war dann auch die Vizcaya, ein riesiges Haus, das einem Industriemagnaten gehörte. Es hat mir schier die Stimme verschlagen. Nicht nur ist es wohl der feuchte Traum einen jeden Antiquitätensammlers, es sind auch so viele verschiedene Stile kreativ kombiniert, dass man die Eindrücke gar nicht alle aufnehmen kann.

Weiter ging es in die Everglades. Wir hatten das Glück, dass gerade Paarungszeit war. Daher gab’s viele Krokodile zu bestaunen. Unser Führer war auch klasse, so dass man echt einen guten Eindruck vor diesem riesigem Naturpark bekam. Aber keine Zeit verschwitzen, nächster Stopp war Fort Myers. Eigentlich “nur” ein schönes Städtchen, dennoch erwähnenswert, denn unser Restaurant dort war genial. Wollten wir doch in ein nettes Hafenrestaurant haben wir an dessen Stelle eine auf superkaribisch gemacht Bar gefunden, in der (wie könnte es anders sein) ein Elvisimitator einen Song nach dem anderen zum besten gab. Es war riesig!

Nun ging die erste Woche schon fast vorbei und es war Zeit, Segel zu setzen. Unser Schiff war die “Oasis of the Seas”, das größte Passagierschiff der Welt.
Wenn ich sage riesig, wäre das noch untertrieben. Das Schiff hatte einen eigenen Park, eine Poollandschaft, ein Theater, eine Eisbahn (!!!), Kletterwände, Surfwellen, Promenaden, Laufbahnen und und und. Man könnte bei über 5.000 Passagieren meinen, es wäre überfüllt gewesen, aber Tatsache ist, dass es für einen selbst immer angenehm war. Ich hätte noch gut zwei Wochen mehr auf dem Kahn verbringen können. Die karibischen Inseln waren so, wie man es sich vorstellt: Sonne, Palmen und Meer.
Einziges Manko war hier, dass wir immer nur ca. 6 Stunden an Land verbringen konnten, das Ganze also kaum genießen konnten. Für mich war hier ein besonders Highlight auf St. Thomas, wo ich Tauchen war. Zwar war die Unterwasserwelt von Thailand schöner, aber auch hier gab es einiges zu entdecken. Nicht zuletzt ein Wrack, das wir erkunden konnten.

Urlaub auf dem Schiff hatte viel von Cluburlaub. Man hört es vielleicht schon heraus. Für mich hätten alle Tage Seetage sein können. Ich fand dieses Gefühl super, zu allen Richtungen Meer zu haben, soweit man sehen konnte. Das Schiff hat mir auch richtig gefallen. Ich bin halt eine Wasserratte.

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