Thailand die Erste

Wie einige ja bereits wissen, habe ich die letzten 4 Wochen im schönen Thailand verbracht. Das Fernweh hat mich mal wieder geplagt und es hat mich nach Asien gezogen. Mit dem Argument “Sonne, Strand und Meer” konnte ich sogar Mitreisende für die Idee gewinnen.

Da ich diese seitenlangen Blog-Reiseberichte nicht mag, werde ich drei Einträge schreiben, die sich an den drei “Stützpunkten” unserer Reise (Chiang Mai, Bangkok und Koh Tao) orientieren.

Direkt zu Anfang hat es uns nach Chiang Mai gezogen. Ich könnte zwar nicht meinen Finger auf das “Warum?” legen, aber jeder, der schon mal da war, meinte, es wäre einfach nur schön. Jetzt gehöre ich auch zu dieser Gruppe. Es ist billiger als Bangkok, ein bisschen ländlicher, kühler (ein großes Plus) und die Menschen sind zu den sehr netten Thais noch mal eine Portion freundlicher (jedenfalls die, mit denen ich Kontakt hatte).

Was waren also die Highlights?

  • Sokran
    Das thailändische Neujahrsfest ist eine ganz besondere Sache. Wo andere Kulturen das neue Jahr eher mich Krach und Feuer begehen, wird hier Wasser verwendet. Es gab also eine dreitägige Wasserschlacht. Da es in den heißesten Monat fällt (40° sind leider keine Seltenheit), eine angenehme Abwechselung. Übrigens nicht nur eine Sache für die Kinder. Panzer gleich ziehen die Pick Ups durch die Straßen und machen alles nass, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Mehrmals kam so eine nett lächelnde Omi auf mich zu, nur um über meinem Kopf einen vollen Einer Wasser zu entleeren :)
  • Klöster
    Meinen Faible für Klöster konnte ich natürlich auch befriedigen. Woche ich nicht mal einen besonders schönen ausmachen könnte, war es doch interessant. So hatten zum Beispiel mehrere Klöster Mönche abbestellt, um sich mit den Touristen zu unterhalten. Meist Studenten der englischen Sprache, damit diese dann auch noch was dazulernen. Ich hatte ja befürchtet, dass das so eine “Buddhismus ist toll und macht doch alle mit” Sache werden würde, aber ich habe mich mit einem sehr interessantem Typen unterhalten, der nicht Mönch auf Lebenszeit ist, als Barkeeper gearbeitet hat und später zur Polizei gehen wollte. er hat auch recht neutral über das Klosterleben gesprochen und man hat viele interessante Dinge erfahren (zum Beispiel, dass es auch für Mönche Urlaub gibt).
  • Massage im Frauengefängnis
    In Chiang Mai gibt es ein Frauengefängnis. In diesem (oder besser daneben) gibt es einen Shop, in dem Gefängnis hergestellte Waren angeboten werden und in dem auch ein kleiner Massagesalon ist. Nach dem Gefängnisaufenthalt wird den Insassen das verdiente Geld dann ausgezahlt. Da ich so oder so mal eine Thai Massage machen wollte, habe ich mich auch durchkneten lassen. Meine Masseuse war so gar nicht, wie man sich jemanden von dort vorstellen würde. Keinen Bullermann, der einen in zwei brechen könnte, sondern eher eine zierliche Person. Aber ich hätte sie nicht unterschätzen sollen. Thai Massage zielt weniger auf Entspannung, als auf Muskellockerung ab. Viele Griffe haben mich an Dehnübungen beim Sport erinnert. Höhepunkt war, als ich meine Hände hinterm Kopf verschränken sollte und ich ohne Vorwarnung auf einmal ihre Beine im Kreuz gespürt habe und einen Meter in die Luft befördert wurde. Auch, wenn sich das beängstigend anhört, eine sehr zu empfehlende Sache.
  • Elefanten reiten
    In den Bergen um Chiang Mai gibt es viele Teakbäume. Da die Berge für Autos etc. schwer zugänglich sind, werde auch heute noch Elefanten für den Transport des Holzes benutzt. Wir waren dann auch auf einer Elefanten Farm. Zwar ein bisschen touristisch, aber noch nicht so, dass es unangenehm wurde und man hatte wenigstens den Eindruck, dass es den Tieren dort gut ging. So ein Elefant ist eine echt imposante Erscheinung. Ich möchte auch so eine Greifnase haben. Hier noch ein Hinweis, den man nicht so oft hört: Wenn ein Elefant seinen Rüssel nach euch ausstreckt sollte euch bewusst sein, dass so eine Nase auch ganz schön schnodderig sein kann.

Wir haben natürlich auch noch mehr gemacht. Eine Orchideenfarm besucht, mit dem Roller durch die Gegend gefahren, ein riesiges Tischaufgebot an thailändischem Essen gegessen und vieles mehr. Dann hieß es allerdings Bye,Bye Chiang Mai und wir mussten wieder nach Bangkok. Zwar keine sehr schöne Stadt, aber auf jeden Fall auch erlebnisreich, wie ihr bald hier lesen könnt.

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